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Daher fliegt mit einer Kodiak 100 Beatmungsgeräte nach Kalifornien

Flugzeuge gewährleisten einen schnellen und sicheren Transport von Gütern und Menschen. In Krisenzeiten ist das von hoher Bedeutung, weil dadurch Leben gerettet werden können. Das Daher-Tochterunternehmen Kodiak Aircraft hat jetzt dringend benötigte Beatmungsgeräte eines benachbarten Unternehmens nach Kalifornien geflogen. 

23.04.2020

Daher half mit einer fabrikneuen Kodiak 100, die noch nicht einmal ihren Endanstrich erhalten hatte, 240 Beatmungsgeräte aus Idaho nach Kalifornien zu fliegen. © Daher

In der Coronakrise zeigen Business und General Aviation, was sie können – wenn man sie denn lässt. Die kalifornische Gesundheitsbehörde California Department of Public Health hat im Schnellverfahren 1.000 Notfall-Beatmungsgeräte bei der Firma Percussionaire Corp. aus Kootenai im US-Bundesstaat Idaho bestellt, da Kalifornien eine besonders hohe Zahl von Coronafällen zu verzeichnen hat. Das Unternehmen hatte schon zuvor seine Produktion hochgefahren und war in der Lage, in kürzester Zeit zu liefern.

Eine Lieferung per Truck hätte deutlich mehr als einen Tag gedauert, denn zwischen dem Ziel Sacramento und Kootenai liegen über 1.500 Kilometer Straße.  Kootenai ist ein Vorort von Sandpoint, der Stadt, in der die zum französischen Hersteller Daher gehörende Kodiak Aircraft Company beheimatet ist. Daher erklärte sich sofort bereit, Percussionaire beim Transport der Beatmungsgeräte vom Typ TXP 5 zu unterstützen.

Keine Zeit für die Endlackierung

Das Unternehmen stellte eine fabrikneue Kodiak 100 Series II Turboprop-Einmot zur Verfügung, um die wichtigen Geräte nach Sacramento zu fliegen. Am 16. April beluden Mitarbeiter beider Firmen die noch nicht einmal fertig lackierte Kodiak 100 mit insgesamt 120 Beatmungsgeräten und schickten sie auf die Reise zum Sacramento Executive Airport. Mit einer Reichweite von 845 nautischen Meilen und einer Reisegeschwindigkeit von 154 Knoten kam die Kodiak bei diesem Flug an ihre Nonstop-Limits. Aber in weniger als sechs Stunden war das Flugzeug mit seiner wertvollen Fracht in Sacramento. Dort wurden die Geräte in Empfang genommen und an die Krankenhäuser verteilt. Noch in der gleichen Woche flog Daher eine zweite Charge mit ebenfalls 120 Geräten erneut in die Hauptstadt Kaliforniens.

Volker K. Thomalla

 

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Über Volker K. Thomalla

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Volker K. Thomalla ist Chefredakteur von aerobuzz.de. Er berichtet seit über 30 Jahren als Journalist über die Luft- und Raumfahrt. Von 1995 bis 2016 leitete er als Chefredakteur die Redaktion aerokurier, von 2000 bis 2016 zusätzlich die Redaktionen FLUG REVUE und Klassiker der Luftfahrt. Thomalla ist seit 2016 Chefredakteur des englischsprachigen Business-Aviation-Magazins BART International. Er hat mehrere Bücher über die Luftfahrt geschrieben und als Privatpilot auch praktische Flugerfahrung gesammelt.

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