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Rückenwind für das Löschflugzeug Hynaero Fregate F100

Der Bedarf an neuen, leistungsfähigeren Löschflugzeugen ist weltweit vorhanden und wächst. Das französische Start-up Hynaero entwickelt ein europäisches, amphibisches Löschflugzeug und hat jetzt eine Vereinbarung zur Zusammenarbeit bei der Entwicklung mit einem namhaften Zulieferer getroffen.

28.08.2026

Der französische Hersteller von Strukturbauteilen, Latecoere, und Hynaero wollen bei der Entwicklung des Löschflugzeugs Fregate F100 zusammenarbeiten. © Hynaero

Die massiven Wald- und Buschbrände in diesem Jahr in Europa haben erneut den drängenden Bedarf an Löschflugzeugen auf erschreckende Art und Weise vor Augen geführt. In Istres in Südfrankreich entwickelt das Unternehmen Hynaero seit 2023 das amphibische Löschflugzeug Fregate F100, welches bis zu zehn Tonnen Wasser aufnehmen kann. Das Start-up hat erst im Frühjahr dieses Jahres in einer Finanzierungsrunde 117 Millionen Euro an Kapital eingesammelt, um die Entwicklung des Löschbombers voranzutreiben.

Jetzt hat Hynaero eine Vereinbarung mit dem französischen Zulieferer Latecoere aus Toulouse getroffen, nach der Latecoere seine technische Expertise einbringen wird, um die Entwicklung und Zertifizierung des Flugzeugs sowie dessen Vermarktung bei potenziellen Kunden weltweit zu unterstützen.

Mit dieser Partnerschaft mit Hynaero unterstreicht Latecoere nach eigener Aussage sein Engagement für technologische Innovationen im Dienste des Umweltschutzes und des Katastrophenschutzes. Die Fregate F100 werde dazu beitragen, die Auswirkungen von Bränden auf Ökosysteme zu verringern, und somit einen Beitrag zur Bekämpfung des beschleunigten Klimawandels leisten.

Der Erstflug soll 2031 erfolgen

Das Programm strebt einen Erstflug der Fregate F100 im Jahr 2031 an. Die Kapazität von 10.000 Litern Wasser beziehungsweise Löschmitteln liegt über 60 Prozent höher als die Kapazität der heute verwendeten Canadair-Löschflugzeuge. Die Flugsteuerung des neuen Musters wird über ein Fly-by-Wire-System erfolgen, die maximale Reisegeschwindigkeit soll bei 250 Knoten (463 km/h) liegen. Das Flugzeug wurde so ausgelegt, dass es drei Stunden lang in einem Einsatzgebiet, welches 250 Kilometer von der Basis entfernt liegt, bekämpfen kann. Dank eines digitalen Zwillings von jedem Flugzeug wird die Instandhaltung vorhersehbarer und planbarer. Die Crew wird bei ihren Einsatzflügen durch ein Head-up-Display unterstützt, in dem die wichtigsten Flugdaten im Sichtfeld der Besatzung eingespiegelt werden.

Die F100 soll von zwei Turboprop-Triebwerken angetrieben werden und in einer neu zu errichtenden Fabrik in Bordeaux gefertigt werden. Eine entsprechende Vereinbarung hatte das Unternehmen schon 2023 getroffen.

Hynaero sieht die Fregate F100 zwar zunächst als Löschflugzeug, Beschäftigt sich aber auch mit weiteren Versionen des Flugzeugs, wie beispielsweise einer für den Passagier- und Frachttransport, einer Ambulanzversion und einer Version als maritimes Patrouillenflugzeug.

Volker K. Thomalla

 

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Über Volker K. Thomalla

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Volker K. Thomalla ist Chefredakteur von aerobuzz.de. Er wurde 2021 mit dem Aerospace Media Award (Kategorie Business Aviation) ausgezeichnet. Er berichtet seit 40 Jahren als Journalist über die Luft- und Raumfahrt. Von 1995 bis 2016 leitete er als Chefredakteur die Redaktion aerokurier, von 2000 bis 2016 zusätzlich die Redaktionen FLUG REVUE und Klassiker der Luftfahrt. Thomalla war zwischen 2016 und 2020 Chefredakteur des englischsprachigen Business-Aviation-Magazins BART International. Er hat mehrere Bücher über die Luftfahrt geschrieben und als Privatpilot auch praktische Flugerfahrung gesammelt.

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