Homepage » Militär » Premiere des Saab GlobalEye für Schweden

Am 15. Oktober 2026 präsentierte der schwedische Technologiekonzern Saab das erste GlobalEye-Aufklärungsflugzeug zur luftgestützten Frühwarnung und Einsatzführung (AEW&C) für die schwedischen Lufstreitkräfte.

16.10.2026

Das erste Frühwarnsystem- und Führungsflugzeug GlobalEye für die schwedischen Luftstreitkräfte wurde am 15. Oktober 2026 vorgestellt. © Saab / Lasse Hejdenberg / Hejdlösa Bilder AB

Das bei den schwedischen Luftstreitkräften (Flygvapnet) unter der Bezeichnung S106 geführte Luftfahrzeug basiert auf dem Ultralangstrecken-Business-Jet Bombardier Global 6000 und ist mit dem Erieye ER-Radar von Saab sowie weiteren Sensoren zur Überwachung von Zielen in der Luft, zur See und an Land ausgestattet. Das Erieye-Radar ist in der auffälligen, kastenförmigen Struktur über dem Rumpf untergebracht und ermöglicht den Bedienern eine 360-Grad-Abdeckung. Das Erieye ER-Radar soll eine Reichweite von über 550 Kilometern aufweisen.

Das von zwei Rolls-Royce BR710-Turbofans aus Dahlewitz angetriebene Flugzeug mit der Seriennummer 106011 und dem Kennzeichen 061 wird jetzt die vor dem Erstflug erforderlichen Tests durchlaufen. Ein Datum für den Erstflug wurde von Saab noch nicht bekannt gegeben.

Schweden wird drei GlobalEye erhalten

Schweden hatte im Juni 2022 zunächst zwei GlobalEye bestellt – AeroBuzz hatte darüber berichtet – und sicherte sich zudem Optionen auf zwei weitere Exemplare. Eine dieser Optionen wurde 2024 in Anspruch genommen, wodurch sich die feste Bestellung Schwedens auf insgesamt drei Flugzeuge erhöhte. Die verbleibende Option wurde später von den Niederlanden im Rahmen ihrer eigenen GlobalEye-Beschaffung übernommen; die Auslieferung der Flugzeuge für die Niederlande ist für 2031 geplant.

Saab hat bei GlobalEye das Missionsequipment in einen Ultralangstreckenjet Bombardier Global 6000 integriert. © Saab

Beide Länder werden beim Betrieb der Aufklärungs- und Frühwarnflugzeuge eng zusammenarbeiten. Niederländisches Personal soll bereits ab 2028 Zugang zur schwedischen GlobalEye-Flotte erhalten. Diese Vereinbarung ermöglicht es beiden Staaten, ihre Fähigkeiten gemeinsam zu nutzen, während sie gleichzeitig ihre jeweiligen Beschaffungsprogramme eigenständig fortführen.

Alle drei schwedischen S106 werden auf dem Stützpunkt der Flygvapnet in Uppsala stationiert, dem Heimatstandort des Geschwaders F16 (Upplands Flygflottilj). Mit diesen Maschinen stellt Schweden seine luftgestützten Überwachungsfähigkeiten wieder her und baut sie weiter aus – nachdem das Land zuvor seine ASC 890-Flugzeuge auf Basis der Saab 340 an die Ukraine abgegeben hatte.

Bob Fischer

 

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Über Bob Fischer

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Bob Fischer ist PPL-Inhaber mit diversen Ratings. Er veröffentlicht regelmäßig Beiträge in Luftfahrtmagazinen auf der ganzen Welt. Bob hat eine große Erfahrung in Air-to-air-Fotografie mit Jets, Kolbenmotor- und Turbopropflugzeugen. Er hat mehr als 40 Jahre für der CAA-NL gearbeitet, sein letzter Job war Inspekteur für Flugausbildung in den Niederlanden.

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