Homepage » Aero-Kultur » Kennzeichen-Quiz: Ein Fall für Könner!

Nationalitätskennzeichen von Flugzeugen gibt es in Hülle und Fülle. Über 200 verschiedene Kombinationen aus Buchstaben und Zahlen zeigen die Zugehörigkeit eines individuellen Luftfahrzeuges zu dem Staat, in dem es registriert ist. Wir haben erneut eine Auswahl zusammengestellt, manche sind wirklich leicht zu erkennen, aber einige dürften eine harte Nuss darstellen, die es zu knacken gilt.

1.08.2020

OO als Nationalitätskennzeichen tragen die Luftfahrzeuge in welchem europäischen Land? © BAIR

Die Resonanz auf das erste Luftfahrzeug-Kennzeichen-Quiz auf Aerobuzz.de war überwältigend, so dass sich die Redaktion entschlossen hat, eine Fortsetzung zu veröffentlichen. Wieder sind einige Kennzeichen dabei, die jeder Luftfahrt-Enthusiast problemlos identifizieren kann, aber wir haben uns Mühe gegeben, auch dieses Mal einige Registrierungen einzubauen, die nur absolute Könner kennen.

Flugzeugkennzeichen

Schon 1919 hatten sich die damaligen Großmächte festgelegt, dass zivile Flugzeuge künftig ein individuelles Kennzeichen zu tragen hätten, aus welchem sich die Herkunft des Landes eindeutig ergibt. Die Buchstabenvergabe orientierte sich an den Buchstaben der Kennungen der nationalen Funkstationen. Nur ein kleiner Teil  der Kennungen lässt sich leicht mit den Namen der Länder in Verbindung bringen: G für Großbritannien, I für Italien, F für Frankreich, D für Deutschland, OE für Österreich. Den Rest kann man sich nur durch Lernen merken, denn die Vergabe erfolgte nicht nach logischen Vorgaben.

1932 wurde im Pariser Luftfahrtabkommen die Kennzeichenvergabe erneut bestätigt und erweitert. Bei der Gründung der Internationalen Zivilluftfahrt-Organisation 1944 wurde diese Regelung in den Artikel 20 des bis heute gültigen Chicagoer Abkommens übernommen.

Neue Länder erhöhten die Vielfalt

Seitdem sind aber viele neue Nationalstaaten hinzugekommen, und die Liste der Kennzeichen wurde immer länger. Die Buchstaben-Kombinationen allein reichten nicht mehr aus, so dass auch Kombinationen aus Buchstaben und Zahlen zugelassen wurden. Im Quiz im Mai dieses Jahres waren beispielsweise die Kennzeichen von Algerien (7T-) und von San Marion (T7-) gefragt.

In Deutschland ist am zweiten Buchstaben des Kennzeichens sogar noch die Klassifizierung des Luftfahrzeugs zu erkennen: Bei einem Flugzeug mit einem D-E-Kennzeichen handelt es sich um ein einmotoriges Flugzeug mit einer maximalen Startmasse bis 2.000 Kilogramm, bei einem Flugzeug mit einem D-A-Kennzeichen um ein Luftfahrzeug mit einer höchstzulässigen Startmasse von über 20.000 Kilogramm. Geregelt ist das in der Luftverkehrs-Zulassungordnung (LuftVZO). Dort steht auch, dass neben dem Kennzeichen auch die Bundesflagge als Staatszugehörigkeitszeichen zu führen ist.

Auch für die Größe, die Schriftart, die Farbe und die Anbringung der Kennzeichen gibt es klare Vorschriften, von denen nur in Ausnahmefällen nach Freigabe durch das Luftfahrt-Bundesamt abgewichen werden darf.

Volker K. Thomalla

 

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Über Volker K. Thomalla

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Volker K. Thomalla ist Chefredakteur von aerobuzz.de. Er berichtet seit über 30 Jahren als Journalist über die Luft- und Raumfahrt. Von 1995 bis 2016 leitete er als Chefredakteur die Redaktion aerokurier, von 2000 bis 2016 zusätzlich die Redaktionen FLUG REVUE und Klassiker der Luftfahrt. Thomalla ist seit 2016 Chefredakteur des englischsprachigen Business-Aviation-Magazins BART International. Er hat mehrere Bücher über die Luftfahrt geschrieben und als Privatpilot auch praktische Flugerfahrung gesammelt.

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