Die schwedischen Luftstreitkräfte (Flygvapnet) feiern in diesem Jahr ihr 100-jähriges Bestehen. Anlässlich der Jubiläums-Airshow auf der Malmen Air Base in Linköping – wo auch das Technologieunternehmen Saab beheimatet ist – zeigte Saab erstmalig seine Begleitdrohne A3-001.
Unbemannte Luftfahrzeuge, die im Verbund mit bemannten Luftfahrzeugen operieren können, sind derzeit bei allen großen Herstellern in verschiedenen Phasen der Entwicklung. Die Luftstreitkräfte weltweit sehen in diesen Begleitdrohnen – die auch als CCA (Collaborative Combat Aircraft) bezeichnet werden, ein großes Potenzial, um die eigenen Fähigkeiten zu erweitern.
Boeing Australia hat die MQ-28A Ghost Bat entwickelt, Helsing arbeitet an der Kampfdrohne CA-1 Europa, BAE Systems an der Begleitdrohne Brontanax, Kratos an der Valkyrie, Lockheed Martin hat die Begleitdrohne Vectis präsentiert, und Northrop Grumman die YFQ-48A, um nur einige der Projekte zu nennen. Die Vielzahl der Programme und Projekte unterstreicht die Bedeutung dieser neuen Flugzeugkategorie für die Streitkräfte.
Saab will simulierte Einsätze mit der A3-001 vor dem Jahr 2030 fliegen, um die Fähigkeiten der Begleitdrohne zu demonstrieren. © Saab
Saab zeigte in Linköping ein 1:1-Modell seiner Begleitdrohne, die für risikoreiche Missionen vorgesehen ist. Saab nennt unter anderem die elektronische Kampfführung, die Bekämpfung feindlicher Luftverteidigungssysteme sowie Präzisionsschläge in stark umkämpften Einsatzgebieten. Die A3-001 soll dank geringer Sichtbarkeit, eines hohen Grades an Autonomie und der Fähigkeit zum domänenübergreifenden Einsatz den Nutzern im Verbund mit bemannten Flugzeugen Vorteile bieten.
Peter Nilsson verantwortet als Leiter des Geschäftsbereichs Advanced Programs bei Saab die Entwicklung der Begleitdrohne A3-001. © Saab
Peter Nilsson, der Leiter des Geschäftsbereichs Advanced Systems bei Saab, verantwortet die Entwicklung der Drohne. Er sagte: „Wir befinden uns derzeit in einer intensiven Entwicklungsphase, in der wir gemeinsam mit Schweden Technologien erforschen, die den Grundstein für die nächste Generation von Kampfflugsystemen legen werden. Im Rahmen dieser Arbeiten beabsichtigen wir, noch vor 2030 unbemannte Demonstratoren mit kampfflugzeugähnlichen Eigenschaften fliegen zu lassen, während wir Schweden bei der Prüfung künftiger Optionen unterstützen. Dieses eigenständige Saab-A3-System ist unser Konzept für eine mögliche Nachfolgelösung ab Mitte der 2030er Jahre, sollte sich Schweden dazu entschließen, auf unseren aktuellen Arbeiten aufzubauen. Saab ist hervorragend positioniert, um die nächste Generation von Kampfflugsystemen zu entwickeln – auf der Basis von Gripen und GlobalEye sowie unserer langjährigen Erfahrung mit hochentwickelten Luft- und Raumfahrtsystemen.“
Volker K. Thomalla
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